Das Zentrum der Havelstadt Brandenburg

Die St. Katharinen Kirche

Die der heiligen Katharina, der heiligen Amalberga und dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche überragt alle anderen Gebäude in der Neustadt und bestimmt somit das Panorama. Sie ist eines der hervorragendsten Meisterwerke des norddeutschen Backsteinbaus.

Die St. Katharinenkirche zu Brandenburg ist unter den Kirchenbauten der norddeutschen Bachsteingotik eine der prächtigsten. Dies ist dem genialen Entwurf des Baumeisters Heinrich Brunsberg aus Stettin zu verdanken, der die Kirche von 1385 - 1401 erbaute.

Seinesgleichen sucht die Schönheit des Giebels der Nordkapelle. Brunsberg ließ die Strebepfeiler der Kirche nach innen ziehen und erreicht so eine ebene Außenfassade.

Dem Innenbereich gibt er damit eine besondere Weite. Die St. Katharinenkirche besitzt eine reiche Innenausstattung. Neben vielen Epitaphen sind vor allem der Hauptaltar und der Hedwigsaltar bemerkenswert.

Sehr sehenswert sind außerdem die Bronzetaufe in der Nordkapelle, die sogenannte Himmelswiese und der die Westseite ausfüllende barocke Orgelprospekt.

Brandenburg an der Havel St. Katharinen Kirche


Das St. Pauli Kloster

Das St. Pauli-Kloster 1286 wurde mit dem Bau der Paulikirche als Dominikaner-Kloster begonnen, ehe die Kirche in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als dreischiffige Hallenkirche vollendet wurde.

Die Kirche und das Kloster hatten jeweils Kreuzrippengewölbe. Der Glockenturm entstand vermutlich um 1300. Das St. Pauli-Kloster wurde 1565 als evangelische Pfarrkirche geweiht. Unmittelbar vor Beendigung des II. Weltkrieges wurden das Kloster und die dazugehörige Kirche fast völlig zerstört.

Nachdem die Klosterruine in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts umfangreich saniert und umgebaut wurde, beherbergt es seit 2008 das Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte.

Das restaurierte Kirchenschiff steht seit Mai 2007 wieder für Theateraufführungen, Feste und Konzerte zur Verfügung.

Brandenburg an der Havel St. Pauli Kloster


Der Bollmann Brunnen

An das Stadtoriginal Fritze Bollmann erinnert ein Brunnen in der Hauptstraße, der beliebten Fußgängerzone in der Innenstadt.

1852 in der Nähe von Magdeburg geboren, wohnte er seit 1875 in der Brandenburger Altstadt. Der Legende nach fiel er beim Angeln auf dem Beetzsee ins Wasser und ertrank. Kinder verfassten als Nachruf auf das Brandenburger Original ein bekanntes Spottlied. Auf dem Beckenrand des Brunnens kann man die acht Strophen nachlesen.

Der Brunnen wurde 1924 nach den Entwürfen des Brandenburger Bildhauers Carl Lühnsdorf gestaltet.

Brandenburg an der Havel Bollmann Brunnen