Geschichte in Sammlungen und Museen

Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Einmalig in ganz Westeuropa ist im Industriemuseum Brandenburg das Technische Denkmal Siemens-Martin-Ofen mit den dazu gehörigen Anlagen zum Beschicken, Schmelzen und Gießen zu besichtigen.

Mit Kittel und Helm bekleidet können die Besucher den Denkmalbereich selbstständig mit oder ohne Audioguide oder nach vorheriger Anmeldung auch mit einer individuellen Führung besichtigen. Der Rundgang führt zur Ofenbühne, zum Ofen, in den Unterofenbereich und endet auf der Gießbühne. Die Besucher können die technischen Anlagen erkunden und erhalten so einen authentischen Eindruck in das Stahlwerks-geschehen.

Brandenburg an der Havel Siemens-Martin-Ofen

Brandenburg an der Havel Industriemuseum Giesshalle

Ehemalige Werkstätten, eine Meisterstube, Schmiede, Labor und eine kleine Wohnung aus den 1950er und 1960er Jahren ergänzen die Ausstellung.

Ein kleiner Film vor dem Rundgang veranschaulicht darüber hinaus die Abläufe beim Stahlschmelzen.

Die Sonderausstellung „Brennabor in Brandenburg“ zeigt die legendären Kinderwagen, Fahrräder, Motorräder und Autos.

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag und Feiertage von 10.00 bis 17.00 Uhr / November – Februar bis 16.00 Uhr

Weitere Infos auf der Website des Industriemuseums »»»


Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster

2008 eröffnete das Archäologische Landesmuseum im neu restaurierten mittelalterlichen Paulikloster seine Pforten. Der zwischen 1286 und 1497 von Dominikanermönchen erbaute Komplex ist eine der besterhaltenen Klosteranlagen der Backsteingotik Nordostdeutschlands über dessen Bau- und Nutzungsgeschichte sich der Besucher in einem Klosterrundgang anhand von Stelen informieren kann.

Auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern gibt die hier untergebrachte Dauerausstellung mit etwa 10000 ausgewählten Exponaten einen faszinierenden Überblick der über 50000 jährigen andauernden Kulturgeschichte Brandenburgs. Von den frühesten Spuren der Menschen aus der Altsteinzeit führt die Zeitreise über das älteste Tragenetz der Welt, chirurgische Operationen in der Jungsteinzeit und Opfern aus der Bronzezeit, über die Germanen und Slawen zu den ersten Städten der Mark und endet mit besonderen Funden des 20. Jahrhunderts. Nicht nur Waffen und Metallfunde zeigen Facetten des Lebens der Vergangenheit. Oft sind es Alltagsgegenstände, die einen unmittelbaren, manchmal intimen Einblick gewähren.

Brandenburg an der Havel Archäologisches Landesmuseum

Multimediale Präsentationen, kunstvolle Lebensbilder, anschauliche Modelle und Computer-Stationen machen Lust, die Geschichte(n) der Menschen und ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt auch eigenständig zu erforschen.

Ergänzend zur Dauerausstellung finden regelmäßig Sonderausstellungen und zahlreiche Kulturevents statt, auch Workshops zu verschiedenen Themen werden angeboten.

Informationen zum Archäologischen Landesmuseum Brandenburg finden Sie auf der Homepage des Hauses: www.landesmuseum-brandenburg.de



Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden

Zwischen 1933 und 1945 führte die NS-Justiz im Zuchthaus Brandenburg-Görden einen unmenschlichen Strafvollzug durch, der durch Hunger, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und eine Behandlung abgestuft nach rassistischen Kriterien gekennzeichnet war. Bis zu 60% der Inhaftierten waren politische Gefangene.

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde

In Gebäuden des in der Innenstadt gelegenen „Alten Zuchthauses“ in Brandenburg an der Havel wurde 1939 eine von sechs Mordstätten der sogenannten „Aktion T 4“ eingerichtet. Dieser ersten, zentral gesteuerten Phase des nationalsozialistischen Krankenmordes fielen 1940/41 über 70.000 Menschen zum Opfer.

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